Kein anderes Genre im Videospielbereich hat es geschafft, in dieser Konsolengeneration so sehr zu wachsen,
wie es Actionspiele getan haben. Auf der Xbox, der PS2 und dem Gamecube gab es zwar auch schon reichlich
Ballerspiele und andere
Action Spiele, vorherrschend
waren aber noch immer
Adventures,
Plattformer und
Rollenspiele. Die zusätzliche, grafische Power von Xbox 360 und Playstation 3 haben
es ermöglicht, dass endlich auch Actionspiele ein neues Zuhause finden konnten.
Auf dem PC dagegen sind Ego-Shooter und co. natürlich schon seit Jahrzenten zu Hause, seitdem einst
Doom das Genre
weltweit populär machte. Lediglich in Deutschland sollte dem Shooter aus der Schmiede von id kein
Erfolg gewährt sein – das verhinderte die zeitnahe Indizierung. Mittlerweile hat das Spiel
seinen Schrecken schon lange verloren und so wurde Doom letztes Jahr endlich vom Index gestrichen.
Ihren schlechten Ruf wurden Ego-Shooter und Third-Person-Shooter hierzulande jedoch nie ganz los.
Insbesondere das ab 16 Jahren freigegebene
Counter-Strike sorgte Anfang des
Jahrtausends für reichlich Trubel in der Presse und bei vielen Politikern.
Neu ist der Trend, dass es mittlerweile zunehmend der Fall ist, dass
Actionspiele kostenlos
angeboten werden. Sogenannte
Free 2 Play-Spiele sind ironischerweise oft wesentlich
profitabler, als ihre kostenpflichtigen Gegenstücke. Um das zu verstehen muss man die Struktur dieser
Games offenlegen. Valves Erfolgsshooter
Team Fortress 2 ist da ein gutes
Beispiel. Zunächst wurde der Multiplayer-Shooter als Teil der Orange Box normal im Laden verkauft und
erst einige Jahre, nachdem das Spiel auf den Markt geworfen wurde, wurde es auch kostenlos spielbar. Nachdem
der Team Fortress 2 Download kostenlos wurde, hat sich der Profit für das Entwicklerunternehmen
dramatisch gesteigert. Zusätzlich wurde nämlich noch ein In-Game-Shop eingeführt, bei dem man
sich etwa kosmetische Gegenstände wie Hüte kaufen konnte. Diesen Shop nahmen so viele Spieler in
Anspruch, dass Valve damit richtig Geld gemacht hat.
Das soll jedoch noch lange nicht heißen, dass nur kostenlose Titel Erfolg haben können. Call of
Duty beweist Jahr um Jahr, dass nichts weiter von der Realität entfernt sein könnte. Seit 2003
erscheint jedes Jahr zur selben Zeit ein neuer Teil in der Reihe und ein Ende des Erfolgs ist noch lange
nicht abzusehen. Ganz im Gegenteil, mit
Call of Duty: Black Ops erreichte
die Serie erst 2010 einen neuen Verkaufsrekord. Das 2011er-Call of Duty,
Modern Warfare 3,
war das erste Spiel des Franchise, das sich schlechter verkaufte als sein Vorgänger. Mit
Call of Duty: Black Ops 2 soll
diesem Abwärtstrend schnell wieder ein Ende gesetzt werden.