Mit dem
Super Nintendo trat vor allen Dingen das Genre der
Jump and Runs ihren großen
Siegeszug an.
Super Mario hüpfte
über Schildkröten, rettete Princess Peach, besiegte Bowser und fuhr sogar ab und zu einmal in einem Kart ein paar
Rennen. Immer mit dabei waren Millionen von Kindern, die schon bald in der
Super Mario World
gefangen waren.
Von da an traten die
Jump and Run Spiele einen stetigen Siegeszug an. Auf den frühen Konsolen waren
die technischen Kapazitäten der Geräte sehr begrenzt, weshalb spektakuläre Grafiken nicht möglich waren. Statt also
mit Vektor-Grafiken und anderen Tricksereien so etwas wie 3D-Grafik zu simulieren, waren die meisten Entwickler
besser damit bedient, ihre
Sidescroller möglichst hübsch zu machen.
Selbst wenn das nicht gelang, bedeutete das aber noch lange keinen Beinbruch für das entsprechende Spiel. Die ersten
Jump and Run Games schreckten durch ihre simplen Grafiken eher ab, als dass sie dadurch neue Kunden anzogen. Warum
sich noch heute jeder an die frühesten Super Mario-Spiele so gut erinnert, ist das Gameplay. Jeder Sprung muss sich
gleich anfühlen, mit dem Steuerkreuz muss die Spielfigut exakt durch das Level zu kontrollieren sein.
Seitdem hat sich jedoch so einiges im Genre getan.
Run and Jump Spiele haben sich genauso
weiterentwickelt wie jedes andere Genre auch, vielleicht sogar etwas mehr. Denn um heute noch das Interesse der
Spielerschaft auf sich zu ziehen, reicht pures Gameplay nur noch selten. Eine dieser Ausnahmen ist
Super Meat Boy.
Das Spiel wurde lediglich von zwei Personen mehrere Jahre lang entwickelt. Sie steckten mehrere Jahre lang ihr
komplettes Leben in die Entwicklung und schafften es dadurch schlussendlich, einen der größten Überraschungshits
2010 auf den Markt zu bringen. Zwar war auch die sehr individuelle Grafik ein großer Pluspunkt der Serie (alle
Charaktere und Hintergrunde wurden von Hand gezeichnet), seine Preise und Verkäufe sind aber der eingängigen
Steuerung und dem grandiosen Leveldesign geschuldet.
Andere
Plattformer dagegen verpassen sich selbst spannende Twists. Bei
VVVVV etwa
springt eure Figur auf Tastendruck nicht etwa durch die Gegend, sondern fliegt dank umgekehrter Schwerkraft der
Decke entgegen und bleibt dran kleben. Bei
Dustforce kontrolliert ihr einen Hausmeister (oder eine
Hausmeisterin) und müsst nicht nur jedes Level möglichst schnell beenden, sondern es dabei auch noch komplett
reinigen. Heißt im Klartext: Jeder einzelne Quadratmeter der Umgebung muss von eurem Besen berührt werden.
Diese Variation von verschiedenen Spielprinzipien im eigentlich recht starren Genre der Jump and Runs beweist, dass
es noch lange nicht am Ende ist und auch in vielen Jahren noch Spieler begeistern kann.