Ursprünglich war das Usenet einmal ein Diskussionssystem und wurde schon Ende der 70er Jahre in den USA erfunden. Es existiert trotz dem WWW noch immer und bietet eine schnelle und kostengünstige Möglichkeit, Dateien zu saugen. Im Gegensatz zu Tauschbörsen muss man nicht selbst Dateien anbieten und kann mit höchster Download-Geschwindigkeit arbeiten.
Das Usenet ähnelt einem schwarzen Brett: Ein Nutzer schreibt einen Beitrag, andere anworten darauf und der ganze Diskussionsfaden verbreitet sich über die weltweit aufgestellten Usenet-Server.
Das ist auch schon einer der Hauptunterschiede zu Webforen - beim Usenet gibt es nicht einen einzelnen Server sondern viele einzelne dezentrale Server. Durch den Datenaustausch zwischen den Servern können viele Nutzer in relativ kurzer Zeit miteinander kommunizieren - außerdem leidet die Performance nicht unter den vielen Downloadern.
Binärdateien wie Bilder und Programme können nämlich an Usenet-Beiträge angeheftet werden. Durch DSL und andere schnelle Übertragungswegen ermöglicht es das Usenet, große Dateimengen zu verteilen. Darunter Musik, Videos oder Software.
Die Beiträge im Usenet sind in Gruppen unterteilt, damit die Übersicht nicht verloren geht. Nur Binary-Gruppen (erkennbar am Kürzel .bin) enthalten Dateien. Um selbst am Download-Geschehen teilnehmen zu können, benötigen Sie einen Usenet-Anbieter. Leider sind derzeit fast auschließlich kommerzielle Anbieter dazu bereit, Binary-Newsgroups anzubieten. Für einen monatlichen Abopreis erhalten Sie Zugang zum Newsserver des Providers und ein monatliches Download-Kontingent. Wird dieses überschritten, fallen je nach Vertrag weitere Gebühren an. Im Gegensatz zu Filesharing-Diensten bei dem die Dateien ausschließlich auf den Servern des Anbieters landen, wird über die Synchronisation der Usenet-Server untereinander eine globale Kopie der Daten erzeugt. Deshalb ist das Usenet auch kaum zu zensieren.
Typische Usenet-Providern sind
Beim Trial-Client von UseNeXT kann 1 GByte kostenloses Datentransfervolumen genutzt werden.Für das Usenet wird kein Webbrowser, sondern spezielle Client-Software (Newsreeder) benötigt. Diese Newsreader werden sowohl als Free- als auch als Shareware angeboten. Sie können den Newsreader Ihrer Wahl nutzen. In den Einstellungen müssen Sie die Server- und Logindaten eintragen, die Sie von Ihrem Provider erhalten. Wir stellen die besten Newsreader und einige Zusatzprogramme vor, mit denen Sie Ihre neue Download-Oase Usenet perfekt einrichten können.
Die Usenet-Daten werden mit dem Newsreader herunter geladen. Einige Hürden gilt es jedoch zu umschiffen: So werden die Dateien meist auf mehrere einzelne Beiträge verteilt und zudem noch gepackt, damit der Download möglichst schnell geht. Ein guter Newsreader findet die einzelnen Beiträge, die zu der Datei gehören, setzt sie zusammen und entpackt sie sogar gebrauchtfertig auf Ihre Festplatte.
Die gesaugten Dateien sollten Sie unbedingt vor dem Ausprobieren mit einem aktuellen Virenscanner testen, da immer die Gefahr besteht, das sie mit Viren, Trojanern und anderen Bösewichten verseucht sind.
Vollkommen anonym ist auch der Download aus dem Usenet nicht - beim Usenet-Provider wird ihre IP-Adresse zwar erfasst, allerdings sitzen die Usenet-Provider in aller Regel im Ausland. Damit ist der Zugriff auf Ihre Daten von Deutschland aus nicht möglich. Die Usenet-Provider geben Ihrer Auskunft nach die Daten auch nicht an Dritte weiter, so dass man mit Downloads aus dem Usenet sehr sicher ist.
| weiter lesen |