Viren, Wasserschäden und Überhitzung: Die Ursachen für
Datenverluste sind vielfältig. Wer im Vorfeld eine gute
Backup Software nutzt und regelmäßig
Datensicherungen durchführt,
kann den Schaden abwenden und wichtige
Dateien retten. Sind dennoch wichtige Daten gelöscht oder zerstört worden, kann unter Umständen ein
Datenrettungsprogramm die Daten wiederherstellen.
Backup-Lösungen funktionieren jedoch nur dann zuverlässig, wenn ein gesonderter Speicherplatz vorhanden ist. Im Optimalfall ist dies eine externe Festplatte. Je weniger diese in Gebrauch ist, desto
wahrscheinlicher ist es, dass sie nicht vom Datenverlust betroffen ist. Wer vor allem Angst vor Viren hat, kann auf der internen Festplatte eine Partition einrichten, die vor Fremdzugriff geschützt ist. Bei mechanischen Schäden
hilft dies jedoch selten. Eine Backup Software ermöglicht in vielen Fällen das Erstellen von Boot-CDs, von denen ein infiziertes System gestartet werden kann. Ein vollständiges Backup ermöglicht jedoch nicht nur die
Systemwiederherstellung, sondern synchronisiert auch Datenbestände und sichert Ordner und Laufwerke.
Backup Software – Die populärsten Programme
Für Privatanwender ist das Angebot an kostenloser Software sehr groß. Eines der beliebtesten Programme ist
Paragon Backup & Recovery. Es kopiert auch Bootbereiche mit, sodass gerade bei der Infektion mit Viren oder der Neuinstallation einer Festplatte viel Zeit und Arbeit gespart werden kann. Das Systemabbild kann dann im
Ernstfall mit wenigen Klicks wiederhergestellt werden. Um Paragon Backup & Recovery zu nutzen, reicht es, sich beim Hersteller mit der eigenen E-Mail-Adresse zu registrieren.
Das ähnliche Programm
Clonezilla erstellt eine exakte Kopie der Festplatte. Der Klon kann ebenfalls genutzt werden, um den Inhalt
einer kleineren Festplatte auf eine größere zu transportieren. Allerdings muss hierfür ein Wechseldatenträger vorhanden sein, da er als Image auf eine CD gebrannt werden muss. Gerade wenn das System mit Viren infiziert ist, ist
dies jedoch ein großer Vorteil, da der PC so unabhängig von den infizierten Dateien gestartet werden kann, und der Nutzer Zugriff auf das System und die Daten hat. Damit Backup Programme helfen können, ist es erforderlich,
Backups regelmäßig auszuführen und auch verschiedene Versionen an unterschiedlichen Orten (zum Beispiel auf Wechseldatenträger wie CDs oder DVDs) zu speichern.
Hat der Nutzer es versäumt, Backups zu erstellen, gibt es meist wenig Hoffnung, die Dateien wiederherzustellen. Die Freeware
Recuva bietet
hier Abhilfe und kann auch bei MP3-Playern oder Digitalkameras angewendet werden. Sie kann zudem gelöschte Dateien wiederherstellen. Dazu scannt sie das Laufwerk und zeigt Dateien an, die gelöscht worden oder verloren gegangen
sind. Diese können dann per Mausklick wiederhergestellt werden, wenn sie nicht in einem physisch zerstörten Bereich liegen.