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YouTube Feather: Sparsames Seitenlayout im Test

YouTube Logo schmalKeinen Tag herrscht Stillstand bei Google. Der Videodienst YouTube lädt aktuell seine User dazu ein, “Feather” in einer Betaversion zu testen. Es handelt sich um eine wesentlich sparsamere Fassung der YouTube-Seite, ohne JavaScript und aufwändige Techniken, konzentriert auf das Wesentliche: Die Videos.

Gedacht ist Feather für Netbooks, allgemein schwächere Rechner und Computer mit langsamer Internetanbindung. Das Loadblog schaut genau hin: So sieht Feather aus, das bringt das Diät-YouTube.

Feather ist schnell aktiviert: Man muss nicht einmal eingeloggt sein, es reicht, auf dieser Seite auf den Link Join the “Feather” Beta zu klicken. Nun auf eine Videoseite bei YouTube gehen (wenn kein Unterschied feststellbar ist, einfach mal per Strg+F5 die Seite “hart” aktualisieren). Voilà. Der Unterschied ist sichtbar und – anhand der Ladezeit auch fühlbar. Hier eine direkte Gegenüberstellung:

YouTube normal

YouTube normal

So kennt man YouTube: Viele “Bells & Whistles” wie animierte Bewertungs-Buttons, aufklappbare Menüs, Buttons zum Senden in Soziale Netzwerke und allgemein viel AJAX-Technik. Komfortabel, aber die Seite wirkt bereits sehr träge auf unserem Testrechner. Mit 495 KB (exklusive Videodatei) sind die Ladezeiten auch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei.

YouTube mit “Feather”

YouTube mit Feather

Mit 187 KB benötigt Feather nur ein gutes Drittel der Ladezeit von regulären YouTube-Layout. In alltäglichen Gebrauch fällt das vermutlich weniger auf, da der Browser vieler der Daten im Zwischenspeicher (Cache) hält und nicht bei jedem Aufruf einer YouTube-Seite komplett neu lädt. An einer normalen DSL-Leitung dürfte der Unterschied nur einige Millisekunden betragen.

Stärker ins Gewicht fällt der weitgehende Verzicht auf iFrames, JavaScript und dynamische Seitenelemente. Ergebnis: Die Seite fühlt sich spürbar “flüssiger” in der Benutzung an, besonders auf schwächeren Computern. Verzichten muss man dafür auf die Möglichkeit, Videos bewerten und kommentieren zu können. Unserer Meinung nach hätte YouTube bei Feather durchaus auch auf die Anzeige der legendär furchtbaren YouTube-Kommentare verzichten können.

Designtechnisch fällt die Verwendung einer etwas größeren Schriftgröße und einer anderen Schriftart in den Kommentaren auf. Alles aber nichts weltbewegendes, es ist überall eindeutig erkennbar, dass es sich um YouTube handelt.

Das LoadBlog-Fazit zu YouTube-Feather: Ein guter Ansatz, YouTube onsite etwas genügsamer zu gestalten. Nicht nur läuft die Seite so auf den immer wichtiger werdenden Netbooks flinker, was in Verbindung mit Chrome OS und Android-Smartphones auf Firmensicht sehr vioel Sinn ergibt. Insgesamt könnte mit “Feather” bei einigen Milliarden YouTube-Seitenabrufen im Monat weltweit Prozessorlaufzeit gespart werden – und damit ein signifikates Maß an Energie. Zu guter Letzt passt eine “schlichtere” Fassung von YouTube auch besser ins Google Portfolio, denn einfache, schnell geladene und gut benutzbare Services ist man von “Big G” eben gewöhnt. Warum sollte da der wohl Traffic-intensivste Google-Dienst hinten anstehen?

Tipp: Wer Performance-Probleme bei YouTube trotz schnellem PC und Internet hat, sollte den Firefox-Tweak für YouTube ruckelfrei ausprobieren.



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