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Peinliche Suchergebnisse bei Google entfernen: 7 Tipps zum Reputationsmanagement
Wir greifen die Empfehlungen von Google-Analystin Susan Moskwa auf (deren Name im übrigen erstaunlich nach einem Künstlernamen klingt, um bei Google nicht gefunden zu werden… ;-) — und erweitern sie auf 7 Tipps zum so genannten Reputationsmanagement.
1. Zweimal überlegen, was du wo wie öffentlich machst
Die erste Empfehlung ist so banal wie wichtig: Wenn du nicht willst, dass etwas Peinliches über dich zu finden ist, stell einfach nichts Peinliches ins Netz. Benimm dich, wie du dich auch nicht-digital benehmen würdest. Persönliche Daten im Zweifelsfall besser nicht veröffentlichen.
Soziale Netzwerke bieten die Möglichkeit, die Privatsphäre zu schützen. Für Facebook haben wir vor kurzem gezeigt, wie man verschiedene Profile für verschieden gute Kontakte anlegt. Auch bei XING kann man einstellen, ob man überhaupt bei Google gefunden werden will, was nicht angemeldete User und verschiedene Kontaktkreise sehen dürfen. Auch Myspace und StudiVZ bieten ähnliche Verwaltungsmöglichkeiten.
3. Content von der Webseite entfernen
Google ist eine automatische Suchmaschine und gibt (größtenteils) das wieder, was im Netz steht. Unliebsamer Content muss also erst von der betreffenden Webseite entfernt werden, dann erscheint das Ergebnis auch irgendwann nicht mehr bei Google.
Wenn du die Sachen über dich selbst veröffentlicht hast, lösche sie selbst (bei sozialen Netzwerken, alten Homepages, Wikis, Blogs…).
Wenn du keinen Zugriff auf die Seite hast (bei Gästebüchern, Foren, Foto-Accounts…), wende dich an den Webmaster bzw. Verantwortlichen der Seite. Meist stößt man auf Verständnis und die Sache ist schnell getan. (Hier der Google-Tipp, um den Webmaster herauszufinden.)
4. Eintrag bei Google entfernen
Auch wenn Daten gelöscht sind, erscheinen sie noch einige Zeit in den Suchergebnissen, weil Google nicht jeden Tag alle Websites neu überprüft und sogar die Seiten selbst im Cache speichert.
Man kann bei Google einen Antrag auf Streichung einreichen, wofür man einen Google-Account anlegen muss.
In dem Formular gibt man die Adresse an, und Google schickt seine Crawler vorbei, um die Seite neu zu indexieren (bzw. festzustellen, dass sie nicht mehr existiert). Dafür muss der Content aber schon gelöscht sein — man kann nicht beantragen, eine Seite einfach aus den Suchergebnissen auszuschließen.
5. Gegenoffensive: Eigener Content
Unter Umständen kommt man an die unliebsamen Inhalte nicht mehr ran, weil sie den Inhalt der fremden Seite ausmachen (wogegen man natürlich unter Umständen auch rechtlich vorgehen kann, Gegendarstellungen erwirken und Persönlichkeitsrechte einfordern).
Google empfiehlt, den gewünschten Content selbst zu produzieren und damit dann höher in den Suchergebnissen gelistet zu werden. Schönere Bilder hochladen, ein Blog gründen, Bekannte und Geschäftspartner um andere Darstellungen bitten.
Wer aber gerade kein eigenes Blog oder Kontakte an der Hand hat, um diesen Inhalt zu platzieren, kann seit einem halben Jahr ein Visitenkarten-Profil bei Google anlegen, das auch in den Suchergebnissen erscheint (bisher zumindest in den USA) — und speziell über die Google-Profilsuche gefunden wird.
Also Google-Account anlegen, unter “Mein Konto” auf “Erstellen Sie ein Profil” gehen. Dort können dann ein Foto hochgeladen und stichwortartig persönliche Angaben gemacht werden — auch hier natürlich gut überlegen, was man preisgeben will.
7. Zurücklehnen und Relaxen
Eine gute Möglichkeit, mit diesen Google-Sachen umzugehen, ist auch, das Virtuelle nicht überzubewerten und den Suchenden eine gewisse Medien- und Lebenskompetenz zuzugestehen. Ein Party-Kommentar von vor fünf Jahren ist eben genau das. Und nichts, worüber in einem persönlichen Gespräch nicht auch gelacht werden kann. Was zählt ist auf dem Platz.
[via rivva.de]