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Der perfekte webbasierte RSS-Reader – eine unendliche Suche
Dies sollen nun meine Beweggründe sein, mich auf die Suche nach einem webbasierten RSS-Reader zu machen. Meine Anforderung: Es soll einfach sein! Neue Feeds sollten problemlos eingebunden werden können. Das Angebot sollte zudem kostenlos sein und die gewünschten News möchte ich mir nach meinen persönlichen Vorlieben organisieren und anzeigen lassen. Ich mache mich also auf die Suche und stelle hier eine kleine Auswahl meiner Fundstücke vor.
Google Reader – Der Platzhirsch
Der wohl bekannteste Reader auf Webbasis ist der Google Reader. Diesen kann man im Zusammenhang mit seinem Google-Konto soweit personalisieren, dass die für einen relevanten Themen direkt über die vereinheitlichte Google-Oberfläche angezeigt werden. Einen neunen Feed fügt man recht einfach über den Button “Abonnement hinzufügen” zu. Die Funktionalität ist zwar gegeben, jedoch ist alles recht schlicht gehalten und wirkt im Gegensatz zu den Software-Readern irgendwie langweilig. In Nutzung mit iGoogle überläd man sich dieses recht schnell und die Übersichtlichkeit geht verloren.
Das Internet beherbergt aber noch weitere Schätze, welche ich mir nun vornehmen werde.
Einen intensiveren Blick habe ich auf Tiny Tiny RSS geworfen. Anhand eines Demoaccounts kann man die Funktionalitäten ausprobieren. Da das Projekt noch in der Entwicklung steckt und es sich eigentlich um einen RSS Aggregator der Serverseitig installiert werden muss handelt, hake ich den Test relativ zügig ab. Die Funktionalitäten überzeugen, aber die Hürden für eine einfache personalisierte Nutzung sind zu hoch. Die Suche geht weiter.
Frische News
Mit freshnews entdecke ich eine mir bisher unbekannte Seite. Schnell ist ein Benutzerkonto erstellt und schon stehe ich vor einer leeren Seite welche nach Inhalten schreit. Ich füge den ersten Link auf meine favorisierte Newsseite hinzu und bekomme promt eine Fehlermeldung. Mist! Ich benötige den direkten Link zu der XML-Seite. Für einige Nutzer wäre an dieser Stelle wahrscheinlich schon Schluß. Zum Testen packe ich dann doch den direkten Link in die Übersicht. Und schon kommt die nächste Einschränkung: Die News werden geladen, die Inhalte kommen aber nicht automatisch mit. Schade. Die Oberfläche gefällt, ist strukturiert und erinnert an einen typischen Mailclient. Da ich mir eine gewisse Bequemlichkeit angewöhnt habe hake ich auch dieses Projekt an dieser Stelle ab.
Positive Vibrations
Der vorerst letzte Versuch führt mich zu Netvibes. Ursprünglich war es ein gemeiner RSS-Reader welcher sich mittlerweile zu einer mächtigen persönlichen Informationsseite mit Anbindung an alle möglichen Dienste gemausert hat. Ähnlich wie iGoogle kann man auch Netvibes betrachten. Auf der personalisierten Startseite können diverse Widgets geladen werden, welche den direkten Zugriff auf seine Sozialen Netzwerke wie z.B. Facebook oder Twitter bieten, die einem das aktuelle Wetter anzeigen, Börsenkurse wiedergeben und welche, die sich wie Notizzettel nutzen lassen. Man kann sich über neue Inhalte seiner Abonnements auf Youtube, Flickr, Picasa und vielen anderen Plattformen übersichtlich anzeigen lassen und nach seinem persönlichen Geschmack anordnen. Das hinzufügen von eigenen RSS-Feeds geschieht über die Funktion “Inhalte zufügen”. Dabei benötigt man nicht den direkten Link. Es reicht die eingabe der Hauptdomain.
Insgesamt überzeugt Netvibes und bietet zusätzlich zu den ordinären RSS-Funktionalitäten einiges an Mehrwert. Ich habe meinen Favoriten gefunden, merke aber schnell, dass man in die Versuchung gerät, seine persönliche Informationsseite schnell zu überfrachten. Das Potenzial ist riesig und Netvibes läd zum probieren und anpassen ein. Visuell und funktional ähnliche Angebote findet man mit Pageflakes und My Yahoo. Netvibes hat mich persönlich jedoch am meisten angesprochen.
Meine Suche scheint hier beendet. Welche RSS-Reader im Web nutzt ihr? Welche Prioritäten setzt ihr? Und welches kostenlose Angebot favorisiert ihr? Hinterlasst einen Kommentar! Ich gehe euren Tipp gerne nach.