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Prey: Mit Freeware-Tool Laptop-Dieben das Handwerk legen

Prey IconSchnell ist es passiert: Einmal nicht aufgepasst und das teure Notebook ist weg. Geklaut. Mit der Anti-Diebstahlsoftware Prey könnt ihr es vielleicht wieder ausfindig machen. Das Programm arbeitet versteckt im Hintergrund und schickt im Falle eines Diebstahls automatisch Webcam-Fotos, Netzwerkdaten und Screenshots an euch, damit ihr das Notebook wieder finden könnt. Das LoadBlog zeigt, wie’s geht.

Prey läuft unter Windows, Linux und Mac OS X. Es existiert sogar eine Variante für Android-Smartphones. Prey nistet sich tief ins System ein und verrichtet seine Arbeit vollkommen unauffällig. So kann ein Dieb das Programm kaum identifizieren, geschweige denn abschalten.

Bei der Erstinstallation von Prey könnt ihr euch und euren Rechner bei Prey online mit einem Passwort und einer E-Mail-Adresse registrieren. Kommt euch nun dummerweise euer Notebook abhanden, loggt ihr euch einfach auf der Prey-Website ein und meldet den Verlust.

So sieht der Online-Registrierungsdialog von Prey aus:

Prey Configurator

Das Programm auf dem Rechner prüft online automatisch alle 10 Minuten, ob ihr eine Verlustmeldung eingegeben habt. Falls ja, dann werden unmerklich in regelmäßigen Abständen Screenshots vom Desktop per E- Mail an eure E-Mailadresse verschickt. Wenn eine Webcam eingebaut ist, macht diese Fotos – so könnt ihr die Person vor dem Rechner vielleicht identifizieren. Außerdem stehen in der E-Mail Angaben zur aktuellen IP-Adresse des Rechners und zu geöffneten Programmen.

Web Control Panel Prey
Web Control Panel von Prey

Prey funktioniert natürlich nur, wenn eurer geklauter Rechner ins Internet gelangt. Die meisten Gelegenheitsdiebe werden ihre Beute aber ausprobieren wollen. Und dann laufen sie in die Falle.

Geografische Suche auch ohne GPS

Prey sucht sich zur Standortbestimmung des Notebooks WLANs in der Umgebung heraus. Selbst wenn diese verschlüsselt sind – die meisten verraten ihren Netzwerknamen (SSID). Diesen und wenn möglich auch die Koordinaten des WLANs schickt Prey bei der nächstbesten Gelegenheit an euch. Die Koordinaten stammen aus einer umfangreichen Datenbank, in der die Standorte von vielen WLAN-Access- Points geografisch erfasst sind. All das soll euch helfen, eure Notebook wiederzufinden. Mit den Daten wendet ihr euch dann an die Polizei.

Wer einen eigenen Webspace besitzt, kann auch ohne Registrierung bei Prey mit dem Programm arbeiten. Dazu legt man eine HTML-Seite auf dem Server an und gibt deren URL in Prey ein. Prey kontrolliert regelmäßig, ob diese Seite noch vorhanden ist. Wird das Notebook geklaut, dann löscht man einfach die Seite und wartet ab, bis Prey sich meldet.

Der Prey Configurator mit eigenem Webspace
Prey-Benutzung mit eigenem Webspace

Besonders toll an Prey: Das Programm und die Dienstleistung sind vollkommen kostenlos.

Loadblog-Fazit: Damit ihr mit Hilfe von Prey eurer gestohlenes Notebook wiederfinden könnt, müssen eine Reihe von Voraussetzungen stimmen, aber es gibt immerhin eine Chance, das es klappt.

Zum Schluss ein paar Tipps zum Weiterlesen: Damit Diebe es schwerer haben, an eure möglicherweise sensiblen Daten zu gelangen, empfiehlt sich eine gute Festplattenverschlüsselung mit Truecrypt oder Datenverschlüsselung mit Cryptainer. Passwörter sollte man nicht in den entsprechenden Programmen speichern, sondern in Passwort-Managern wie KeePass oder LastPass.

Kostenloser Download: Prey (Windows, Linux, Mac OS X)
Nützlicher Helfer beim Notebookdiebstahl



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Autorenprofile: Winload.de
  • http://superheld.com Roland

    Ich bin da etwas skeptisch. Ein Dieb wird ja wohl erstmal die Festplatte löschen um die Herkunft zu verschleiern.

  • http://www.loadblog.de Frank

    Nicht unbedingt, es kennt sich ja nicht jeder Langfinger mit Computern aus. Oder der Langfinger kennt sich so gut aus, dass er erst einmal die Daten sichtet. Wie dem auch sei, ich denke, Prey ist besser als nichts. Wenn sich die Chance auch nur ein bisschen erhöht, den Übeltäter zu schnappen, kann die Installation von Prey nix schaden.

  • koos

    das ist ja cool! wo grabt ihr denn immer diese geilen tools aus? dank an frank!

  • http://www.loadblog.de Frank

    Der Artikel war eigentlich von Andi, ihm gebühren die Blumen.