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Wunschkonzert: DJ-Software legt auf — Teil 2: Online Musik-Mixe hören
Im zweiten Teil stellen wir euch einige Webanwendungen vor, die Musikempfehlungen liefern. Außerdem erhaltet Ihr Zugriff auf ein personalisiertes und kostenloses Internet-Radio. Und Ihr erfahrt, was es mit den Amazon-Musikempfehlungen auf sich hat.
Last.fm
Das Internet-Radio Last.fm versteht sich als personalierbare Musikquelle. Nur wie funktioniert das? Last.fm setzt auf seine Hörer, um passende Musik zu finden. Für die stellt Last.fm das Plug-In Scrobbler für Winamp, iTunes und Windows Media Player, sowie eigene Apps für das iPhone und Android-Handys kostenlos zur Verfügung. Für Symbian-Handys gibt es mit Mobbler eine Open Source-Variante des Scrobblers.
In der Weboberfläche und dem Last.fm-Player werden Empfehlungen für “ähnliche Künstler” ausgegeben, die direkt in der Last.fm-Anwendung per Streaming angehört werden können. Natürlich kann sich auch Last.fm einmal täuschen. Dazu gibt es die Möglichkeit, die Empfehlungen abzulehnen. Aus den gewonnenen Daten kann Last.fm Empfehlungen für Musik, Videos, kostenlose MP3s und Events erzeugen und ein kostenloses, personalisiertes Internet-Radio abspielen.
Der Last.fm Scrobbler zeigt auch Künstlerinformationen an.
Außerdem zeigt der Player und die Website Zusatzinfos zu Künstlern, Liedern und Alben an, wenn man zum Beispiel den Bandnamen in der Weboberfläche anklickt. Last.fm ist kostenlos, funktioniert aber nur nach Registrierung. Außerdem muss man natürlich bereit sein, dass die Musikinformationen an den Anbieter übermittelt werden.
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Musik hören und protokollieren
Pandora
Das Webradio Pandora kann in Deutschland aufgrund rechtlicher Probleme mit den Lizenzen nicht ohne Weiteres empfangen werden. Dazu müsste der Interessent einen US-amerikanischen Proxyserver einsetzen, um den Dienst vorzugaukeln, dass er aus den USA kommt.
Pandora soll deshalb nur am Rande erwähnt werden, obwohl es eigentlich ein interessantes Konzept ist. Bei Pandora gibt der Benutzer Lieblingsinterpreten oder -Songs ein. Darauf hin stellt der Dienst eine Playliste zusammen. Darin sind ähnliche Musikstücke enthalten. Der Benutzer kann unliebsame Songs überspringen – doch nur sechs mal pro Stunde. Zudem können die Songs bewertet werden, um den Musikgeschmack näher zu definieren.
Pandora enthält Kauf-Links zu Amazon und iTunes, damit sich die Nutzer die Musik auch für den Dauergebrauch kaufen können. Denn das Webradio spielt ohne Aufnahmemöglichkeit und ohne Rückspul- oder Wiederholtaste seine Empfehlungen herunter.
Wer Pandora von Deutschland aus nutzen will, muss in seinem Webbrowser einen US-Proxyserver einstellen. Proxy-Listen werden im Open Directory Project aufgeführt.
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Amazon
Auf den ersten Blick wirkt das, was Amazon in seinem Onlineshop anbietet, wie eine Musikempfehlung vom Mufin Player oder iTunes Genius, die wir im ersten Teil unseres Specials besprochen haben. Auch hier werden Musik- Empfehlungen ausgesprochen. Doch die Funktion “Kunden, die diese Musik gekauft haben, haben auch jene gekauft”, ist eigentlich nur eine Auswertung von virtuellen Einkaufswägelchen.
Amazon setzt dabei voraus, dass seine Kunden nur Musik nach ihrem Geschmack kaufen. Doch das muss gerade bei Geschenken nicht sein. So landeten bei unserem Einkauf prompt neben Roger Cicero auch Guns N’ Roses in den Empfehlungen. Das zeigt die Grenzen auf, die bei dieser Technik entstehen. Doch nicht immer liegt Amazon so daneben. Automatische Musikempfehlungen sind häufig sehr gut – sie sollten sich nur auf die Musik selbst beziehen. Entweder nutzt man dabei die subjektiven Bewertungen der Community oder analysiert die Musik nach technischen Merkmalen.
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Im nächsten Teil unseres Loadblog-Specials geht es um handgemachte DJ-Musik – und nicht um Computer-Musikgeschmackprogramme sondern um ehrliche, schweißtreibende, selbst gemixte Partymucke. Stay tuned.