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Firefox 4.0: Noch mehr Screenshots aus der Zukunft
Doch beiseite mit den schlechten Scherzen. Hier sind die Firefox 4.0-Screenshots, die Mozilla abermals im eigenen Wiki veröffentlicht hat.
Version A mit klassischerem Aufbau, die Tabs “liegen” wie gehabt oberhalb der dargestellten Website.
Version B besitzt Tabs über der Adressleiste
Interessanterweise ist im Firefox 4.0-Konzept die Schaltfläche “Startseite” in Form des bekannten Haussymbols wieder enthalten, liegt allerdings links von den Tabs. Die Statusleiste fehlt weiterhin. Auffällig ist, dass Mozilla offenbar mit der kürzlich von uns vergessen geglaubten Idee der Verschmelzung von Adress- und Suchleiste doch noch Ernst macht. In Puncto Usability wäre das ein Gewinn, aber fraglich ist dennoch, ob Nutzer, die vom Internet Explorer auf Firefox umsteigen, dies nachvollziehen können. Durchweg positiv zu bewerten ist hingegen, dass in Firefox 4.0 die Schaltflächen “Aktualisieren” und “Laden abbrechen” zusammengezogen werden, wie auf einem separaten Screenshot verdeutlicht wird.
Insbesondere in der zweiten Konzeptversion wird deutlich, dass sich Mozilla im Browserlayout immer stärker an Google Chrome ausrichtet. Das ist ein zweischneidiges Schwert: Einerseits haben Chrome und Firefox einige Browsertrends gesetzt, was auch hier sicher geschehen wird. Eine inhaltliche Verknüpfung von Tabs und Adressleiste ergibt intuitiv schließlich Sinn. Andererseits wäre der Seitentitel nur noch über die Tab-Schaltflächen sichtbar und somit erheblich verkürzt. Auch würde jeder Firefox-Nutzer den zuweilen schmerzhaften Prozess des Umgewöhnens an neue Strukturen durchmachen müssen. Denkbar, dass im Zuge von Änderungen solchen Ausmaßes einige Firefox-Nutzer auf alternative Browser umschwenken, zumal selbst der Internet Explorer in Version 8 wieder ein ernstzunehmender Konkurrent ist.
Summa Summarum: In der Tendenz werden die Browser-Bedienelemente im Firefox so zusammengeschoben, dass sie weniger Platz verbrauchen. Motto: Weg mit dem Browser – freie Sicht auf die Website. Das entspricht dem Trend von Webapps, die ehemals lokale Anwendungen online nachbauen und ist außerdem gut für Netbook-Benutzer. Auf der anderen Seite ziehen auch immer mehr 24- und 26-Zoll-Monitore in die Büros und Wohnzimmer ein, zumal Firefox 4.0 sicher erst 2011 kommen wird, wenn Bildschirme dieser Größe sich weiter in der breiten Masse etabliert haben. Es wäre wünschenswert, dass Mozilla auch alternative Design-Konfigurationen für ihren Browser anbietet, etwa als Auswahlkriterium bei der Installation – vielleicht sogar ein “klassisches” Theme im Stil des Firefox 3.5 für die Konservativsten unter uns.
Der Firefox von heute
Um einen Allgemeinplatz zum Schlussfazit aufzuwerten: Konkurrenz belebt das Geschäft. Dass sich die Browserhersteller gegenseitig inspirieren, ist nicht schädlich, sondern eine wünschenswerter Effekt. Es bleibt spannend im Markt und uns auf der Nutzerseite zwingt ja niemand, das Herz an einen einzigen Browser zu verschenken (obwohl “Welcher Browser ist der beste?” nach wie vor Flame War-Thema Nummer 1 in den Webforen ist). Ein Trend zeichnet sich deutlich ab: Der zum Zweitbrowser.
Und was denkst Du? Wie findest Du die Entwicklung, die Firefox nimmt? Bist Du bereits Nutzer von Chrome oder hinreichend zufrieden mit dem Internet Explorer? Bist du als Mac-User schon aus Prestigegründen auf Safari gebucht oder hältst du orthodox an Opera fest? Nutzt Du gar mehrere Browser parallel? Lass es uns wissen – in den Kommentaren!