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Evernote: das kostenlose Notizbuch für Handy, Web und PC (Teil 2)
Die Suchfunktion
Evernote besitzt eine Volltextsuche, die euch die Treffer in allen Notizen farblich hervorgehoben anzeigt. Die Suchen lassen sich sogar abspeichern und per Mausklick aufrufen. Aber je voller das Notizbuch ist, desto mehr Treffer gibt es auch.
Mit der Schlagwortsuche wühlt ihr euch dann erheblich präziser als mit der Volltextsuche durch eure Aufzeichnungen. Je mehr Schlagwörter ihr für eine Notiz vergebt, desto besser und genauer wird das Ergebnis werden. Zum Durchsuchen wählt ihr einfach das gewünschte Schlagwort aus der Liste aus – und schon werden die dazugehörigen Notizen angezeigt.
Digitalbilder als Notizzettel
Habt Ihr eine Webcam, ein Kamerahandy oder eine Digicam? Erst damit entfaltet Evernote seinen vollen Funktionsumfang. Denn jedes Bild, was Ihr in das Programm hineinzieht, wird nicht nur als Binary erfasst – Evernote lässt darüber auch eine optische Zeichenerkennung (OCR) laufen. So werden fotografierte Texte durchsuchbar. Sind auch noch GPS-Daten im Bild, verankert Evernote die Notizen sogar auf der Google Earth-Landkarte.
Natürlich kann Evernote auch Text in Screenshots erkennen
Besonders beim iPhone G3/G3S und anderen Smartphones mit eingebauter Kamera kommt Freude auf. Sämtliche Fotos können direkt vom Handy aus in Evernote exportiert werden – und das schon von unterwegs aus. Je nach Kameraqualität könnt ihr damit Schilder, Dokumente und vieles mehr einfach abfotografieren – und fertig ist die Notiz. Das gilt natürlich auch für die Webcam am PC, wobei ihr hier schon ein gutes Exemplar benötigt, damit die Notizen lesbar sind – VGA-Qualität geht gar nicht.
Extrem schick ist die Diktierfunktion im iPhone – eure Sprachnotizen könnt ihr einfach in der Evernote-App aufnehmen. Schneller geht es kaum und erspart die auf Mobiltelefonen mitunter ja recht mühsame Tipperei.
Evernote ist kostenlos, aber…
Jeden Monat schenkt euch Evernote 40 MByte Datentransfer – das reicht nach Berechnung des Herstellers entweder für 20.000 kürzere Texte ohne Bilder, 270 Browserscreenshots, 400 Aufnahmen mit dem Kamerafone (2 Megapixel), 39 MP3- Diktate oder 11 hochauflösende Fotos. Wieviel Speicherplatz für den Monat noch übrig ist, wird mit einer Leiste am oberen Bildschirmrand angezeigt. Der Dienst wird mit einer kleinen unauffälligen Werbeeinblendung im PC- und Mac- Desktopclient finanziert.
Wer mehr Speicher benötigt, muss zahlen. Für 45 US-Dollar im Jahr (zahlbar via Paypal oder Kreditkarte) erhaltet ihr monatlich 500 MByte Transfervolumen, eine SSL-Verschlüsselung des Datentransports und die Möglichkeit, jegliche Datei zu speichern. Bei der kostenlosen Version ist man auf die Dateitypen PDF, JPG, WAV, PNG, MP3, GIF und AMR. Letzteres ist ein Sprachcodec, der Diktate besonders kompakt aufzeichnen kann. Er wird unter anderem im Mobilfunk und einigen digitalen Diktiergeräten eingesetzt. Außerdem können eingeladene Benutzer die Notizen nicht nur ansehen sondern auch verändern. Das erlaubt natürlich viel mehr Teamarbeit als wenn die Notizen nur zum Ansehen freigegeben sind.
Die Texterkennung von Evernote klappte in unserem Text sehr gut – und ging so weit, dass sogar Autokennzeichen und aus Versehen mitfotografierte Werbeplakete in unseren Testbildern erkannt wurden. Ganz anders sieht das Ergebnis bei schlecht auflösenden Webcams im VGA-Bereich aus – dafür kann aber Evernote nichts. Mindestens 1024 x 768 Pixel und ein scharfes Bild sollten es schon sein.
Das war der zweite Teil unseres Evernote-Specials. Im dritten Teil zeigen wir Euch, einige Anwendungszenarien aus der Praxis, in denen Evernote besonders glänzt und was uns an Evernote noch fehlt.