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Was ist eigentlich schlechte Software? 7 Nervigkeits-Kriterien

broken-monitorUnser Aufruf zum fröhlich bashenden Blog-Karneval geht in die letzte Runde – die Frage lautet, welche Software euch nervt. Zunächst klingt das trivial; wer auf schlechte Programme stößt, benutzt sie einfach nicht. Aber es gibt auch Software, über die man sich richtig ärgert, weil man nicht um sie herumkommt oder weil man sich viel davon erhofft hat. Kriterien für gute Programme sind einfach: sie funktionieren. Und für schlechte? Ich habe sieben Punkte gesammelt, was eigentlich schlechte Software ausmacht.

1. Das Programm hält nicht, was es verspricht.

Es gibt vollmundige Ankündigungen, was ein Programm alles können soll, aber nach der Installation stellt man fest, dass man im ganz Kleingedruckten was übersehen hat. Dass man für die Features doch die Vollversion/einen komplizierten Account/zusätzliche Software braucht, dass in Wirklichkeit die Software nur für einen bestimmten Anwendungs-/Netzwerk-/Konfigurations-Fall funktioniert.

2. Ewige Wartezeiten

Lange Lade-, Reaktions- und Verarbeitungszeiten kosten Nerven. Ist das die Portierung eines Programms aus dem letzten Jahrtausend? Ach nee, dann würde das auf heutigen Rechnern ja schneller laufen.

3. Keine Einstellungsmöglichkeiten

Wo zum Teufel speichert das Programm/Betriebssystem eigentlich seine Files? Warum kann ich die Shortcuts und Icons nicht selbst bestimmen? Warum startet das Programm immer in dem Standard-Modus, den ich dann im ersten Schritt immer wieder abändern muss?

4. Bugs und Abstürze

Das erklärt sich wohl von selbst. Wenn Software hängenbleibt und man keine Ahnung hat, warum. Manchmal fragt man sich: Haben die Entwickler das Programm nie getestet?

5. Ungewünschtes Dazwischenschalten und als Standard Eintragen

Einige Programme tragen sich auch gleich als Standard-Abspiel-/Verwaltungstool ein. Nein, ich wollte den Player nur kurz ausprobieren — und nicht meine gesamte Musik-Sammlung darüber verwalten. Ich wollte nur kurz eine CD brennen — und nicht eine Datenbank einrichten, um dann nicht mal die gewünschten Files wiederzufinden. Und nein, ich wollte nicht ALLE Dateien in Zukunft über das Programm aufrufen.

6. Umständliche Handhabung

In welchem Untermenü konnte ich nochmal was einstellen? Und warum muss ich erst durch diverse Abfragen und Fenster hindurch, um zu dem einfachsten Anwendungsfall zu kommen?

7. Nach-Hause-Telefonieren

Meine Daten gehen niemanden was an, da muss nicht immer im Hintergrund Kontakt zum Hersteller-Server aufgebaut werden. Ich will auch nicht beim Start des Programms ewig auf die Überprüfung nach Updates oder Neuigkeiten aus der Softwareschmiede warten, die mich aufhalten.

(Liste inspiriert von diverser Freeware, Internet Explorer, iTunes, Quicktime, Lexware Kundenmanager, Windows XP.)

Habe ich was vergessen? Sicherlich. Kommentare willkommen.

Und noch einmal die herzliche Einladung, in eurem Blog die euch persönlich nervende Software zu beschreiben und an unserem Blog-Karneval teilzunehmen. Es gibt auch was zu gewinnen.

Bild: theyoungthousands (cc)



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  • http://www.loadblog.de Frank

    Ein Punkt für mich, auch wenn er partiell oben in der Liste schon auftauchen mag, ist Bloatware. Software, die versucht, viele Zwecke auf einmal zu erfüllen, dabei aber keine einzige Sache wirklich gut macht und stattdessen mit unnötigen Features so vollgepfropft ist, dass die Performance arg drunter leidet. Bestes Beispiel: Nero. In Version 5 und 6 noch halbwegs gangbar, laufen die alten Versionen nicht mehr unter Vista. Stattdessen hat man jetzt mit Nero 8 und 9 Featuremonstren, die nicht nur brennen, sondern auch Filme abspielen, umwandeln, CDs rippen, Laufwerksgeschwindigkeiten einstellen, Festplattenbackups anlegen, Kaffee kochen usw. kann. I mean WTF? Ich will einfach nur ein Brennprogramm! Jetzt nutze ich CDburnerXP. Das hat genau den richtigen Featurestand für mich.

  • http://www.loadblog.de/allgemein/roundup-unser-blog-karneval-uber-nervige-software/ Roundup: Unser Blog-Karneval über nervige Software – LoadBlog – Tipps und Downloads für Windows, Mac und Mobile

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