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Nie mehr Passwort vergessen: die besten kostenlosen Passwort-Manager – Teil 2

passwort-managerIm ersten Teil unseres Passwort-Manager-Specials haben wir euch Lastpass vorgestellt. Dabei müsst ihr jedoch auf den Dienstleister vertrauen, was beim nächsten Programm nicht notwendig ist. KeePass ist Open-Source, kostenlos und bewahrt die Daten ausschließlich auf eurer Hardware auf. Und für Puristen stellen wir mit RememberMe eine Passwortverwaltung ohne jeglichen Schnickschnack vor.

Kostenloser Open-Source Passwort-Manager: KeePass

KeePass ist ein kostenloses Open-Source-Programm, mit dem nicht nur Passwörter, sondern auch TAN-Listen für das Onlinebanking verwaltet werden können. Neben einer fest zu installierenden Version für Windows, Mac und Linux, wurde auch eine portable Fassung für USB-Sticks entwickelt.

Bei Keepass müsst ihr euch zunächst ein Masterpasswort ausdenken, das ihr euch merken könnt. Es ist der Schlüssel zu den von Keepass verwalteten Daten, die verschlüsselt in einer Datenbank aufbewahrt werden. Zusätzlich kann mit einer Datei der Zugriff abgesichert werden. Diese Datei speichert man zum Beispiel auf einen USB-Stick. Nur wenn sie vorhanden ist, gibt Keepass dann seine Geheimnisse frei.

06_keepass_masterpasswort

Wer will, kann die Keepass-Oberfläche nach einer gewissen Inaktivität am Rechner automatisch sperren lassen. Die Zwischenablage der Anwendung lässt sich ebenfalls bereinigen, um auch hier kein Einfallstor für Schädlinge zu bieten. Außerdem liegen die Daten nur verschlüsselt in der Datenbank, so dass ein Angriff von Außen sinnlos ist.

Der Benutzer legt nach und nach Login- und Passwortkombinationen für seine unterschiedlichen Zugänge an, zum Beispiel fürs Onlinebanking. Mit Icons und Ordnern kann Ordnung in die Passwortsammlung gebracht werden.

Das Schema für einen Neueintrag ist immer gleich: Neben einem Titel wird der Benutzername und das Kennwort in Keepass eingegeben, und die dazugehörige Webadresse hinterlegt. Auf Knopfdruck fügt KeePass die Daten dann automatisch in die Felder der Website ein und führt den Loginvorgang aus.

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Beim Onlinebanking hilft die integrierte TAN-Verwaltung von Keepass. Doch vorher müssen sämtliche TANs erst einmal eingetippt werden. Wer das iTan-Verfahren benutzt, muss zudem die Nummerierung der TANs vermerken. Nachdem die mühselige Tipparbeit abgeschlossen ist, wird die gewünschte TAN auf Knopfdruck in die Zwischenablage gelegt, von der aus sie ins Online-Bankingformular eingefügt wird. Praktischerweise streicht KeePass die verbrauchten TANs durch. So bleibt die Übersicht gewahrt.

KeePass ist mit einem Passwort-Generator ausgerüstet, der Kennwörter nach vorgegebener Zeichenanzahl und weiteren Regeln erzeugt. Leider werden dabei nur unaussprechliche Kennwörter generiert. Das mag zwar die Sicherheit erhöhen, doch Buchstabenkombinationen wie oUeGLRHxYc kann man sich nun mal schlechter einprägen wie zum Beispiel BuVerSuNka – obwohl beide Kombis gleichermaßen sicher wären.

Auf Deutsch und für Handys

Die deutsche Sprachdatei muss nach dem Download ins Installationsverzeichnis von KeePass entpackt werden. Unter “View/Change Language” kann dann auf Deutsch umgeschaltet werden.

Neben der Windows-Version existieren von KeePass auch Portierungen für MacOS und Linux, Mobiltelefone mit Java-Unterstützung, Android-Handys und Blackberrys sowie Windows Mobile. Die iPhone-Version hat Apple bisher nicht in den Appstore aufgenommen. Die Synchronisation der Kennwörter zwischen den Plattformen ist grundsätzlich möglich, bisher jedoch nicht überall voll ausgereift. Die Details haben die Entwickler der jeweiligen Ports veröffentlicht.

Kostenloser Download KeePass für Windows, für Mac und Linux
Die Open-Source-Lösung

Einfache und übersichtliche Passwort-Verwaltung: RememberMe

Die Windows-Software RememberMe ist vielleicht das einfachste der hier vorgestellten Programme. Doch es ist auch mit Abstand das Übersichtlichste.

RememberMe verwaltet eine beliebige Zahl von Passwort-Loginkombinationen, die mit einer 128 Bit starken AES-Verschlüsselung auf der Festplatte gespeichert werden. Auch RememberMe setzt auf ein Master-Kennwort, das den Zugang zum Programm absichert. Auf eine zusätzliche Absicherung, etwas mit einer Schlüsseldatei für den USB-Stick, wurde hier verzichtet.

Über frei definierbare Kategorien lässt sich auch in großen Passwort-Sammlungen Ordnung halten. RememberMe speichert zu jedem Eintrag einen Ort (Location). Von der Wortwahl her ist das vielleicht etwas ungünstig, aber nachdem man es einmal verstanden hat, spielt es keine Rolle mehr.

08_remembermeZu jedem Ort werden Username, Passwort und auf Wunsch auch Kommentare gespeichert. Als Ort kann zum Beispiel die Webseite genannt werden, für die das Passwort gültig ist. Eine automatische Ausfüllhilfe für Formulare fehlt dem spartanischen RememberMe.

Kostenloser Download RememberMe (Windows)
Einfach und gut

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