Kostenloses Hörbuch: Chris Andersons “Free: The Future of a Radical Price”
Chris Anderson, Wired-Chefredakteur und Erfinder der vieldiskutierten “Long Tail“-Theorie, hat sein neues Buch “Free: The Future of a Radical Price” als kostenloses Audiobook ins Netz gestellt – ungekürzt. Als Beweis für seine eigene Theorie, dass kostenlos das kommende Geschäftsmodell ist, wird das gerade erschienene Buch in Großbritannien sogar gegen eine Registrierung beim Verlag als Taschenbuch verschenkt. Die deutsche Übersetzung Free – Kostenlos: Geschäftsmodelle für die Herausforderungen des Internets erscheint im September (dann allerdings für Geld).
Wie der “Long Tail” sehr einleuchtend und schön klang (dass nämlich alle Nischenverkäufe im Netz in der Summe den wahren Umsatz ausmachen), will Anderson nun unter dem Stichwort “Freemium” die verlockende Idee untermauern, dass mit kostenlosen digitalen Produkten Geld gemacht werden kann – und dass hier die Zukunft liegt (wenn sie nicht schon längst da ist).
Die Idee ist, dass es von Produkten verschieden Versionen gibt (von kostenlos bis Sammlerstück) und eine bestimmte Version andere nicht “kannibalisiert”. Das kostenlose Audiobook wird nach dieser Theorie niemandem vom Kauf des Buchs abhalten – sondern eher dazu anspornen. Der kostenlose Musik-Download soll mehr Verkäufe für die Sammlerbox bringen. Was digital ist, kann kostenlos sein, was Kosten verursacht hat (wie der Druck, das Material, der Vertrieb eines Buchs), kann kosten.
Anderson fasst also nochmal unter dem Begriff “Freemium” ganz elegant zusammen, was seit Jahren die Diskussion um digitale Güter bestimmt. Seine Theorie ist eine Glaubensfrage: Die geforderte Umorientierung von Geschäftsfeldern und die Umarmung von kostenloser Freigabe der eigenen Arbeit funktioniert sicher bei einigen großen Beispielen (Radiohead, Netz-Apologeten wie Anderson selbst, Monty Python, Google sowieso). Ob jetzt aber alle kleinen Bands oder Buchautoren wirklich ihr Geld mit Auftritten (oder Konferenzeinladungen/Beratungshonoraren) und T-Shirts machen können, ist fraglich. Der Abschied von der bisherigen Gewissheit, dass Musiker Musik aufnehmen und verkaufen, Autoren Bücher schreiben und verkaufen, Journalisten ihre Texte verkaufen, fällt schwer. Diese Entwicklung kann man bedauern (Contentindustrie) oder nicht (Anderson) – rückgängig machen lässt sie sich nicht mehr. Den allwissenden prophetischen Gestus von Anderson mal außen vor: Irgendwie so wird es funktionieren (müssen).
Hier der Wired-Trailer zum Buch:
Zunächst paradox scheint auch dieser Gedanke: Das komplette Hörbuch ist kostenlos, aber wer die (gekürzte) Zusammenfassung als Audiobook haben will, muss das Buch kaufen und bekommt einen Download-Code – denn auch Zeitverbrauch ist bares Geld wert.
Grundliegende Gedanken gibt es in dem Auszug “Tech Is Too Cheap to Meter: It’s Time to Manage for Abundance, Not Scarcity” auf wired.com zu lesen.
Hier weiterlesen für mehr kostenlose Hörspiele und Hörbücher auf unserer Hörspiele-Sonderseite.
http://www.loadblog.de/internet/hoerspiele-und-hoerbuecher-kostenlos/ Hörspiele und Hörbücher kostenlos downloaden und online hören – LoadBlog – Tipps und Downloads für Windows, Mac und Mobile
[...] Wired-Chefredakteur Chris Anderson hatte schon mit seiner Longtail-Theorie für einiges Aufsehen in Internetkreisen gesorgt. Mit seinem Buch “Free: The Future of a Radical Price” geht er sogar noch einen Schritt weiter und tritt gleich den Beweis für seine neue “Kostenlos”-Theorie mit “Freemium”-Modell: Das gedruckte Buch kostet, das Hörspiel ist kostenlos. [...]
Kostenloses Hörbuch: Chris Andersons “Free: The Future of a Radical Price”
Wie der “Long Tail” sehr einleuchtend und schön klang (dass nämlich alle Nischenverkäufe im Netz in der Summe den wahren Umsatz ausmachen), will Anderson nun unter dem Stichwort “Freemium” die verlockende Idee untermauern, dass mit kostenlosen digitalen Produkten Geld gemacht werden kann – und dass hier die Zukunft liegt (wenn sie nicht schon längst da ist).
Die Idee ist, dass es von Produkten verschieden Versionen gibt (von kostenlos bis Sammlerstück) und eine bestimmte Version andere nicht “kannibalisiert”. Das kostenlose Audiobook wird nach dieser Theorie niemandem vom Kauf des Buchs abhalten – sondern eher dazu anspornen. Der kostenlose Musik-Download soll mehr Verkäufe für die Sammlerbox bringen. Was digital ist, kann kostenlos sein, was Kosten verursacht hat (wie der Druck, das Material, der Vertrieb eines Buchs), kann kosten.
Anderson fasst also nochmal unter dem Begriff “Freemium” ganz elegant zusammen, was seit Jahren die Diskussion um digitale Güter bestimmt. Seine Theorie ist eine Glaubensfrage: Die geforderte Umorientierung von Geschäftsfeldern und die Umarmung von kostenloser Freigabe der eigenen Arbeit funktioniert sicher bei einigen großen Beispielen (Radiohead, Netz-Apologeten wie Anderson selbst, Monty Python, Google sowieso). Ob jetzt aber alle kleinen Bands oder Buchautoren wirklich ihr Geld mit Auftritten (oder Konferenzeinladungen/Beratungshonoraren) und T-Shirts machen können, ist fraglich. Der Abschied von der bisherigen Gewissheit, dass Musiker Musik aufnehmen und verkaufen, Autoren Bücher schreiben und verkaufen, Journalisten ihre Texte verkaufen, fällt schwer. Diese Entwicklung kann man bedauern (Contentindustrie) oder nicht (Anderson) – rückgängig machen lässt sie sich nicht mehr. Den allwissenden prophetischen Gestus von Anderson mal außen vor: Irgendwie so wird es funktionieren (müssen).
Hier der Wired-Trailer zum Buch:
Zunächst paradox scheint auch dieser Gedanke: Das komplette Hörbuch ist kostenlos, aber wer die (gekürzte) Zusammenfassung als Audiobook haben will, muss das Buch kaufen und bekommt einen Download-Code – denn auch Zeitverbrauch ist bares Geld wert.
Grundliegende Gedanken gibt es in dem Auszug “Tech Is Too Cheap to Meter: It’s Time to Manage for Abundance, Not Scarcity” auf wired.com zu lesen.
Hier weiterlesen für mehr kostenlose Hörspiele und Hörbücher auf unserer Hörspiele-Sonderseite.
Das Hörbuch liegt hier (285 MB!):
[via netzpolitik.org, nerdcore]