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iTunes Match: Apples Musikwolke gestartet
Recht überraschend hat Apple seinen Musikdienst iTunes Match in zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, gestartet. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten sollte die Musik-Cloud nun für alle funktionieren.
Seit dieser Nacht ist iTunes Match in Deutschland (sowie Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Schweiz, Kanada, Mexiko, Australien und Neuseeland) verfügbar. Trotz des “Überraschungsangriffs” war der Zugriff wohl enorm, jedenfalls waren die ersten Stunden von Einlog-Schwierigkeiten begleitet. Mittlerweile sollte es aber für alle Interessierten funktkionieren.
Bei iTunes Match handelt es sich um Apples Musikdienst, mit dem sich die auf der Festplatte befindene MP3-Sammlung in eine Cloud hochladen und von anderen Geräten streamen lässt. Ähnliches bieten Google und Amazon in den USA schon seit einigen Monaten an, jedoch mit einem Unterschied: Google hat ja fast schon traditionell Ärger mit den Musikverlagen, weswegen hier jeder Titel einzeln hochgeladen werden muss. Apple hingegegen hat die Vereinbarung, dass bereits bekannte Titel einfach abgeglichen werden und dann die Datei genommen wird, die sich bereits auf den iTunes-Servern befindet. Diese ist nach einem Standard bereits benannt, verschlagwortet und mit 256 Kbit codiert. Audiophile, die eine höhere Qualität wünschen, müssen also Abstriche hinnehmen. Gerade ältere Sammlungen sind jedoch oft noch mit 128 Kbit codiert (der MP3-Boom begann mit Napster schließlich im Jahr 2000, als noch langsame Modems verbreitet waren). Für diese ist dies also eine klangliche Verbesserung. Dies funktioniert natürlich nur dann, wenn der Titel bereits auf iTunes ist und die Datei brauchbar benannt ist – so dass sie auch gefunden wird.
Im Gegensatz zu Google Music ist iTunes Match nicht kostenlos. Im Jahr werden 25 Euro veranschlagt (Apple-typisch: es wird für Europa einfach der 25-Dollar-Preis umdeklariert), wobei eine Kreditkare vonnöten ist. Das Abonnement verlängert sich jährlich automatisch.