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Wikileaks: Geheime Afghanistan-Dokumente zum Download
Die Afghanistan-Reports sind interne Einsatzberichte aus den Jahren 2004 bis 2009, von Soldaten und Geheimdienst-Mitarbeitern. Hier der direkte Weg zu den Dokumenten:
Auswahl der Dokumente in der linken Spalte
Der Spiegel macht in seiner heutigen Print-Ausgabe mit den “Afghanistan-Protokollen” auf. In dem online erschienenen Artikel ist von “brisanten Kriegsdokumenten” die Rede, die allerdings offenbar nur in der gedruckten Ausgabe eingehender analysiert werden. Das Fazit des Spiegels: Die Lage ist “düster” und schlimmer als bisher angenommen, im Einsatzgebiet der Bundeswehr nehmen die Anschläge zu, und die Strippenzieher des Kriegs seien in Pakistan zu suchen.
Auch die New York Times sieht in ihrer “The War-Logs”-Berichterstattung den Kernpunkt darin, dass die Taliban offenbar vom pakistanischen Geheimdienst angeleitet wurden. Die US-Regierung unterstützt Pakistan mit jährlich einer Milliarde Dollar.
Die Guardian-Sonderseite fasst zusammen, dass laut der Dokumente weit mehr Zivilisten durch Nato-Einsätze getötet wurden, als bisher bekannt war – aber auch die Taliban-Anschläge mehr zivile Opfer fanden, als bisher bekannt war. Die War-Logs dokumentieren laut Guardian auch eine US-Einheit, die Taliban-Anführer gezielt ausschaltet, Drohneneinsätze und Flugabwehrraketen der Taliban.
Alle drei Medienpartner liefern parallel Interviews mit dem Wikileaks-Sprecher Julian Assange, der die Veröffentlichung der Dokumente gegen Kritik vom Weißen Haus verteidigt. Hier das Interview auf Spiegel Online.