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Stalking leichtgemacht mit Facebook, iPhone & Co
Das Video verspricht Anwendungen, die es einem ermöglichen, die Ex-Freundin zu stalken, sich in ihr Adressbuch einzuloggen, zu sehen, wo sie gerade ist und mit wem sie sich trifft.
Das ganze ist natürlich eine Satire und stammt von Blogger/Comedian Adam Sacks. Und obwohl die genannten Apps nicht wirklich existieren, ist das alles gar nicht so abwegig: Mit Google Latitude kann man sich längst den Aufenthaltsort von Freunden auf einer Karte anzeigen lassen. In sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ, Xing oder MySpace findet man oft den vollständigem Namen, Wohnort, Nachrichtenverkehr mit Kontakten, Vorlieben. Man findet Urlaubsfotos auf dem Flickr-Account, Homevideos auf Youtube und bleibt über Twitter auf dem Laufenden.
Das ergibt ein schönes Profil mit persönlichen Daten, Ausschnitten aus dem Leben, Echtzeit-Informationen über Aufenthaltsort und Tätigkeit.
Privates und Geschäftliches
Klar macht es Spaß, einfach mal schnell Informationen über jemand einzuholen. Wenn man gerade in Erinnerungen schwelgt, kann man bequem nach (Ex-)Freunden, ehemaligen Schulkameraden oder Kollegen stöbern und sich darüber informieren, wer schon verheiratet ist und was der oder diejenige beruflich macht — und das, ohne Kontakt aufnehmen zu müssen. Das ist schon praktisch und verlockend — und immerhin geben die Leute ihre Daten ja freiwillig an.
Das heißt im Umkehrschluss, dass man die Möglichkeiten nutzen sollte, die Soziale Netzwerke und Computer für den Schutz der Privatsphäre bieten: Das öffentliche Xing/usw.-Profil für Pluspunkte bei der Bewerbung nutzen, nicht fürs Privatleben. Ein privates Profil für die echten Freunde pflegen. Bei Facebook überlegen, welche Art von Aktivität man sichtbar macht. Den Twitter-Kanal unter Umständen auf privat stellen. E-Mails mit Passwort schützen. Bestimmte Daten gar nicht erst ins Netz stellen. Und die Briefe und Fotos von Ex-Freunden/-Freundinnen am besten im Keller verstecken.
Bild: “Triple Cam brighted” : CBS_Fan (cc)