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Google-Prognose zur Bundespräsidentenwahl: Wahlbarometer sieht Gauck vorn
Google bietet mit seinen Insights for Search Zugriff auf gesammelte Daten an, die sich nach Suchbegriffen und Regionen aufschlüsseln lassen – und damit unerwartete Informationen preisgeben. Prominentes Beispiel ist die Grippe-Warnseite, die anhand des Suchvolumens neue Grippe-Wellen regional voraussagt. Aber auch zur Bundestagswahl und zum Eurovision Song Contest schaltete Google eigene Prognose-Seiten – die den Ergebnissen zumindest nahe kamen.
Google-Prognose bestätigt Umfrage
Für die Prognose zur Bundespräsidentenwahl haben wir die Suchanfragen für Deutschland insgesamt ausgewählt:
Im 7-Tage-Vergleich zeigt die Suchmaschine den Kandidaten der SPD vorne: Joachim Gauck wird doppelt so häufig gesucht wie der Gegenkandidat Christian Wulff. Die Zahlen decken sich mit der aktuellen Umfrage von Forsa, die Gauck bei 42 Prozent und Wulff bei 32 Prozent sieht.
Der 30-Tage-Vergleich zeigt, dass bis zur Nominierung am 3.6. nur geringes öffentliches Interesse an Gauck und Wulff bestand. Luc Jochimsen, die Kandidatin der Linken, wurde am 8.6. vorgestellt – daher der Ausschlag in der Interesse-Kurve.
Was zählt, ist auf dem Platz: Die Google-Prognose und Umfragen geben ein Stimmungsbild in der Bevölkerung wider – die Entscheidung wird am 30.6. von der Bundesversammlung getroffen.
Wer noch einmal nachhören will, wie das alles kam: Das umstrittene Köhler-Interview zu Bundeswehreinsätzen, das zum Rücktritt am 31.5. führte, gibt es als Text und Sound-File im Netz.