Neuanfang mit Steve Jobs: Mac Pro, Macbooks und iMacs
Dennoch geriet Apple Mitte der 90er Jahre mehr und mehr in finanzielle Probleme und wurde zeitweise sogar als Übernahmekandidat gehandelt. Schließlich kehrte Steve Jobs, der Apple 1985 im Streit verlassen hatte, als CEO wieder zurück. Nun folgt die dritte und bis heute erfolgreichste Phase von Apple. Unter Jobs wurden zunächst die Produktlinien der verkauften Computer neu aufgestellt. Dabei wurden jeweils für Heimanwender und Business-Kunden je ein Desktop-PC und ein Apple Notebook hergestellt. Die Desktop-Computer sind die iMacs für Privatanwender und der Mac Pro für professionelle User. Bei den Apple Laptops wurden die Sparten in Macbook für private User und das Macbook Pro aufgeteilt.
Apple wird Unterhaltungselektronik-Konzern: iPod, iPhone und iPad
Kurz nach der Jahrtausendwende erweiterte Apple sein Produktportfolio dann erstmals über das Computersegment hinaus. Mit dem iPod und dem gleichzeitig startenden iTunes wurde ein MP3-Player vorgestellt, der in kurzer Zeit das Unternehmen völlig neu aufstellen sollte. Der riesige Erfolg des iPods führte zu zahlreichen weiteren MP3-Playern, wie den iPod Mini, iPod nano oder iPod Touch, während der ursprüngliche iPod bald nur noch iPod Classic hieß. Einen noch größeren Erfolg konnte Apple dann 2007 mit dem iPhone erreichen, dem ersten Smartphone mit Touchscreen-Display. 2010 folgte schließlich mit dem ersten Tablet, dem Apple iPad ein weiterer riesiger Erfolg. Inzwischen ist die Computersparte trotz großer Verbreitung der Apple-Produkte nur noch zweitrangig, den meisten Gewinn erwirtschaftet Apple mit der neuen Unterhaltungselektronik und Musikverkäufen in iTunes. Diesem Umstand hat Apple 2007 mit der Umbenennung von Apple Computers Inc. in Apple Inc. Rechnung getragen.
Apple kaufen: Apple Stores und Apple Online-Shop
Zur Unternehmenskultur Apple gehören auch die firmeneigenen Apple Stores, die alle mit gleichem Design weltweit die Apple Produkte anbieten. Apple Deutschland betreibt zum Beispiel in München, Frankfurt, Oberhausen und Berlin einen Apple Store. Daneben vertreibt Apple seine Produkte auch online im Apple Online-Shop.
Apple Software: Quicktime, Safari und iTunes
Für die eigenen Computer hat Apple auch immer Software selber programmiert, Apple ist also das einzige Computerunternehmen, das aufeinander abgestimmte Hard- und Software vertrieben hat. Die meisten Programme sind dabei reine Mac-Programme und unter Microsoft Windows, Linux oder Unix nicht lauffähig. Mit der Erweiterung des Produktportfolios in den Bereich Unterhaltungselektronik entstand allerdings auch bei Apple der Zwang, Bedienungssoftware für die eigenen Geräte herstellen zu müssen, die auch fremde Betriebssysteme unterstützen. Den Anfang machten hier der Quicktime-Player für das Apple-eigene Multimedia-Format Quicktime, später kamen iTunes und der Apple-Browser Safari hinzu.

