| Ein Leben in Dreck und Abfall: Überall auf der Erde leidet die Menschheit unter Müllbergen und verpesteter Luft. Jetzt schon harte Realität oder erstmal nur Fiktion, wie im Adventure-Spiel Deponia? |
Der Publisher Daedalic Entertainment wusste bereits mit Spielen wie Edna bricht aus und
den hart umkämpften Games-Markt um besonders ungewöhnliche sowie charmante Produkte zu bereichern.
fügt sich nahtlos in die Reihe ein und glänzt darüber hinaus mit besonders charmanten Zeichnungen, vor allem jedoch mit einer Story, deren Realitätsbezug kaum augenscheinlicher sein könnte. Es geht um eine Existenz im Dreck, in Bergen von Unrat und Kehricht, kurz: eben in Deponia.
Hier lebt ein schrulliger Einsiedler namens Rufus, inmitten von Schrott und Giftmüll und träumt von einer besseren Zukunft. Diese würde er gern bevorzugt in den sogenannten "Oberen Schichten" der Wolken-Stadt Elysium verbringen, dem Ziel aller Vorstellungen von Privilegien, Schönheit und klarer Luft. Doch die auf Deponia mit Willkür und ohne jede Rücksicht agierenden Beamtenverbände (Organon) verhindern jede Flucht in jene paradiesische Alternativwelt. Rufus versucht es trotzdem - und erlebt dabei vieles Außergewöhnliches, Phantastisches und Irrwitziges. Und auch für die emotional-romantischen Momente ist gesorgt, denn vorwiegend geht es für Rufus (und damit auch dem Spieler) vor allem darum, das Herz der exotischen Schönheit Goal zu gewinnen. Denn nur über sie führt der Weg in ein neues Leben auf Elysium.
Liebevolle Details, präzise ausgearbeitete Figuren und vor allem eine mitreißend-charmante Story machen aus Deponia zweifellos ein absolut besonderes Spielehighlight der Gegenwart - die Demo unterstreicht dies. Umso erschreckender ist dabei der prophetische Charakter des Spiels, welches unsere eigene zukünftige Existenz innerhalb einer restlos vergifteten und vermüllten Welt gnadenlos vorführt.